Episoden von ZEIT Verbrechen
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Wie eine Polizistin den Hamburger Säurefassmörder fasste
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Im Hamburg der Achtzigerjahre verschwinden Frauen. Verwandte und Freunde erhalten noch wochenlang Briefe der Verschwundenen, in denen steht, man möge nicht nach ihnen suchen. Eine beharrliche Polizistin macht sich schließlich doch auf die Suche und überführt einen schlauen Serienmörder, der seine Opfer in Säurefässern auflöste.
110 – Bei Anruf Tod
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Der 18-jährige Abiturient Robert Sirokowski feiert in der Disco 'Die Ziegelei' bei Großwede, wird betrunken aufgefunden und von zwei Polizeibeamten mitgenommen. Statt ihn zur Ausnüchterung zu bringen, setzen sie ihn offenbar mitten in der winterlichen Kromesser Heide aus. Robert erfriert fast, setzt sich in seiner Verzweiflung auf die Straße und wird um 5:30 Uhr von einem Auto erfasst und getötet. Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittelt nur schleppend, bis der Rechtsanwalt Nentwick eine Klagerzwingung durch das OLG Schleswig erwirkt. Die Beamten werden schließlich verurteilt.
Tödliche Mutterliebe
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Dritter Teil der Reihe über unschuldige Bürger. Josefine S., eine junge Buchhändlerin aus Mainz, erleidet nach einer Schwangerschaftsvergiftung und Notkaiserschnitt eine schwere Wochenbettpsychose, die von niemandem erkannt wird. In einem Moment geistiger Umnachtung schleudert sie ihr Baby zu Boden. Der Gutachter Professor Glatzel diagnostiziert eine kalte Karrieristin statt einer psychisch Kranken. Erst Professor Kröber stellt die korrekte Diagnose einer Wochenbettpsychose. In der zweiten Hauptverhandlung unter Richter Lorenz vollzieht Glatzel eine 180-Grad-Wende und stimmt der Diagnose zu.
Wie das Jugendamt den ahnungslosen Müllers ihr Kind entriss
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Zweiter Teil der Reihe über unschuldige Bürger in den Fängen der Justiz. Die achtjährige Lena Müller aus Saarlouis wird vom Jugendamt in Obhut genommen, weil sie behauptet, von ihrem Vater misshandelt zu werden. Es gibt keinerlei Beweise – kein Arzt, kein Lehrer, kein Nachbar hat je etwas bemerkt. Ein mangelhaftes Glaubwürdigkeitsgutachten stützt die Vorwürfe, doch ein Detektiv enthüllt, dass eine psychisch belastete Nachbarin das Kind über Monate hinweg suggestiv befragt und ihm die Geschichte eingepflanzt hatte. Nach zwei Jahren kehrt Lena zu ihrer Familie zurück.
Wie Stefan H. unschuldig in die Fänge der Justiz geriet
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Erster Teil der Reihe über unschuldige Bürger in den Fängen der Justiz. Stefan H. aus Deggendorf wird beschuldigt, seine fünf Monate alte Tochter Laura erstickt zu haben, und sitzt neun Monate in Untersuchungshaft. Die Rechtsmedizin München diagnostiziert anhand von Petechien ein Tötungsdelikt, während Professor Brinkmann aus Münster nachweist, dass das Kind an einer schweren Lungenentzündung und plötzlichem Kindstod starb. Stefan H. wird freigesprochen, doch die Staatsanwaltschaft Deggendorf geht sogar noch in Revision.
Warum Mediziner so oft Morde übersehen
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Rückert und Sentker diskutieren, warum in Deutschland schätzungsweise jedes zweite Tötungsdelikt bei der Leichenschau nicht entdeckt wird. Anhand von Fällen wie dem Bauernhof-Mord mit verstecktem Kopfschuss, der Einödbäuerin Margit G. (die Ehemann und Schwiegervater mit Abflussreiniger vergiftete), der Serienmörderin Marianne N. aus Köln-Kalk und dem Serienmörder Nils H. (Krankenpfleger, der Patienten tötete) zeigen sie systemische Schwächen der Leichenschau in Deutschland.
Gib es endlich zu!
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Fortsetzung des Themas Geständnisse aus Episode 3. Rückert und Sentker besprechen den Holzklotz-Fall von Oldenburg (Nikolai H., der 2008 einen Holzklotz von einer Autobahnbrücke warf und eine Frau tötete), den Fall Reinhold H. (der seine Frau und Tochter ermordete und als Zeuge statt Beschuldigter vernommen wurde), den Fall Marcel B. aus Görlitz (dessen Geständnis von der Polizei erfunden wurde) und den Fall Frank D. aus Bremerhaven (der unter Druck ein falsches Geständnis ablegte). Die Episode zeigt die Bandbreite von Vernehmungspraktiken und deren Fehleranfälligkeit.
Mein Freund, der Serienmörder
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Rückert erzählt die Geschichte des Serienmörders Otto Debisch und seines Vernehmers Hennes Jöris, die über 34 Jahre eine einzigartige Beziehung verbindet. Debisch gestand in 90 Tagen Verhör sechs Morde, nachdem Jöris nachts zu ihm in die Zelle zurückkehrte und sein Versprechen hielt. Die Episode beleuchtet, wie ein perfektes Geständnis entsteht und welche Dynamik zwischen Ermittler und Täter entstehen kann.
Warum lügen sie?
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Rückert und Sentker sprechen über lügende Zeugen anhand dreier Fälle: die Falschbeschuldigerin Jasmin B., die nach 26 Jahren behauptete, den Mord an ihrem Cousin bezeugt zu haben; Rebecca K., die sich selbst ein Hakenkreuz in die Hüfte ritzte und als Heldin gegen Neonazis gefeiert wurde; und den Tod des kleinen Josef in Sebnitz, bei dem die Mutter nach drei Jahren behauptete, Neonazis hätten ihren Sohn im Freibad ertränkt. Alle drei Fälle erwiesen sich als falsch.
Wie Frau L. ihren Mann umbringen ließ
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Sabine Rückert erzählt den Fall von Valerie L., die nach Jahren schwerer häuslicher Gewalt ihren Ehemann durch einen polnischen Killer erschießen ließ und dafür zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Der Fall wird eingebettet in eine Diskussion über häusliche Gewalt als Massenphänomen und die sich wandelnde Rechtsprechung bei Haustyrannenmord. Außerdem wird der Lübecker Fall Kranz besprochen – eine spurlos verschwundene Ehefrau und ein reiner Indizienprozess gegen den Ehemann.