Episoden von Die sogenannte Gegenwart
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Sind wir Geschichte
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Nach der US-Wahl und inmitten der Corona-Pandemie fragen Nina Pauer und Lars Weisbrod, was es bedeutet, dass Millennials zum ersten Mal das Gefühl haben, in historischen Zeiten zu leben. Sie diskutieren Francis Fukuyamas 'Ende der Geschichte', Mark Fishers kapitalistischen Realismus und Reinhard Mohrs Generationsporträt. Auch die Arte-Doku über Fridays for Future und Nora Krugs Heimat-Album werden besprochen.
Investiert euch!
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Nina Pauer und Ijoma Mangold widmen sich der Vox-Show Die Höhle der Löwen als soziologisches Phänomen. Sie fragen, warum Gründergeist und Investment plötzlich sexy sind, was die gepitchten Produkte über unsere Gegenwart verraten und ob die Show Geschichten sozialer Mobilität erzählt. Die Aufräumkönigin Marie Kondo dient als Kontrast zur Konsumlogik der Show.
Tal der Ahnungslosen
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Ijoma Mangold und Lars Weisbrod nehmen das Silicon Valley als kulturelles Phänomen unter die Lupe. Anhand von Anna Wieners Memoir Code Kaputt und der Science-Fiction-Serie Devs von Alex Garland diskutieren sie, wie aus dem utopischen Ort der Nullerjahre ein dystopischer geworden ist. Auch Peter Thiel, Elon Musk und das Buch Ich hasse dieses Internet von Jarett Kobek kommen zur Sprache.
Cancelt uns endlich!
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Ijoma Mangold und Lars Weisbrod streiten über Cancel Culture: Gibt es sie wirklich oder ist sie eine Gespensterdebatte? Mangold sieht eine reale Verödung der Debattenlandschaft, Weisbrod befürchtet, dass der Begriff selbst das Problem verschärft. Anhand der Fälle Lisa Eckhart, des Harper's-Briefs und der New-York-Times-Affäre um Tom Cotton diskutieren sie die Grenzen des Sagbaren.
Arbeit nervt!
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Nina Pauer und Lars Weisbrod diskutieren neue Vorstellungen von Arbeit anhand zweier Bücher: David Graebers Bullshit Jobs und Florian Wagners Rente mit 40. Sie fragen, warum wir trotz technischem Fortschritt noch so viel arbeiten, was die FIRE-Bewegung der Frugalisten verspricht und warum Millennials sinnvolle Arbeit statt Aufopferung suchen. Graeber, der kurz zuvor gestorben ist, wird als wichtiger Denker gewürdigt.
Warum Liebe endet
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Nina Pauer und Ijoma Mangold widmen sich dem Scheitern der Liebe in der Moderne. Anhand des Films Marriage Story, Sally Rooneys Roman Normale Menschen und Eva Illouz' soziologischem Werk Warum Liebe endet diskutieren sie, ob der Kapitalismus an der 'Kultur der Lieblosigkeit' schuld ist. Auch die Netflix-Serie Indian Matchmaking über eine indische Heiratsvermittlerin kommt zur Sprache.
Warum eine Krankenhausdoku die beste Serie des Jahres ist
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Nina Pauer und Lars Weisbrod schwärmen von der Netflix-Doku Lenox Hill, die Ärzte in einem New Yorker Krankenhaus begleitet. Sie diskutieren, warum die Faszination für Medizin und Hirn-OPs so gegenwärtig ist, was sinnvolle Arbeit ausmacht und wie die Doku die Spaltung Amerikas sichtbar macht. Auch die Krankenhausserie House und David Graebers Bullshit-Jobs-Konzept werden einbezogen.
Ist Kapitalismuskritik Kitsch
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Ijoma Mangold und Lars Weisbrod diskutieren über Kapitalismus und Klasse. Mangold argumentiert, dass die meiste Kapitalismuskritik in Wahrheit Kitsch sei, weil sie Entfremdungsphänomene mit dem Kapitalismus verwechsle. Weisbrod erzählt, wie Gangsta-Rap ihn vom falschen Postmaterialismus befreite. Anhand von Heinrich Bölls Fischer-Anekdote und einer Szene aus 4 Blocks streiten sie über das Wesen des Kapitalismus.
Anmut und Angeberei – die Renaissance der Kochshows
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Nina Pauer und Ijoma Mangold tauchen ein in das Universum der Netflix-Kochshows. Von Chef's Table über Street Food Asien bis zum YouTube-Phänomen Food Ranger analysieren sie, warum das Kochen zum Megatrend geworden ist. Mit Rückgriff auf Andreas Reckwitz' Singularitätstheorie und Michael Pollans Anthropologie des Kochens ergründen sie die soziologische Bedeutung dieser neuen Essenskultur.
Ist woke das neue narzisstisch
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
In der ersten Folge des ZEIT-Feuilleton-Podcasts diskutieren Ijoma Mangold und Lars Weisbrod den Roman 'Allegro Pastell' von Leif Randt. Sie fragen, ob die selbstreflexive Wokeness-Kultur der Millennials im Kern narzisstisch ist. Die Figuren des Romans leben in einer Welt ohne robuste Probleme, sind aber obsessive Selbstbeobachter. Die Diskussion streift Eckhart Tolle, Christian Kracht und die Frage, was Gegenwartsdiagnose in der Literatur leisten kann.