Episoden von Lanz & Precht
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Angriff auf den Iran – Ein gerechter Krieg?
Markus Lanz & Richard David Precht
Lanz und Precht analysieren den US-amerikanischen Militärangriff auf den Iran. Precht argumentiert, es handle sich um einen Raubkrieg mit Ablenkungsmotiven, nicht um eine humanitäre Intervention. Lanz beschreibt die innenpolitische Opposition gegen den Krieg selbst im MAGA-Lager. Beide kritisieren Friedrich Merz' Unterstützung des Völkerrechtsbruchs und stellen dem die klare Verurteilung durch Kanadas Mark Carney und Spaniens Sánchez entgegen. Am Ende empfiehlt Lanz zwei Bücher über den Nahen Osten.
Heimat, ein Anker in der diffusen Gegenwart
Markus Lanz & Richard David Precht
Lanz und Precht sprechen über den Begriff Heimat aus sehr persönlicher Perspektive. Precht erzählt von wiederentdeckten Kindheitsbriefen und seinem ambivalenten Verhältnis zu Solingen, Lanz von der Erfahrung des Ausverkaufs seiner Südtiroler Heimat durch den Tourismus. Sie diskutieren den Unterschied zwischen Heimat und Zuhause, die Schwabenkinder, Identitätswahrung bei Migranten und enden bei einer Geschichte von Jean Améry über die Macht des Dialekts.
Epstein – Elite ohne Moral
Markus Lanz & Richard David Precht
Lanz und Precht analysieren die Epstein-Files als Sittengemälde über den Verfall westlicher Eliten. Sie zeichnen Epsteins Biografie nach – vom gescheiterten Mathelehrer zum Multimillionär – und diskutieren die Verstrickungen von Prinz Andrew, dem norwegischen Königshaus und US-Politikern. Die Frage, ob die ungefilterte Veröffentlichung der Files sinnvoll war, wird ebenso erörtert wie die These, dass Verschwörungstheorien als Seismograph für kulturelles Unbehagen dienen.
Ping-Pong-Politik – Was lähmt die Koalition?
Markus Lanz & Richard David Precht
Lanz und Precht analysieren die strukturelle Reformunfähigkeit der deutschen Politik. Prechts Vorschlag einer Zusammenlegung aller Landtagswahlen auf einen Termin wird diskutiert. Sie sprechen über die Blockade durch permanenten Wahlkampf, die Angst vor der AfD, das Problem der Klientelpolitik und die Frage, ob die liberale Demokratie noch ein Zukunftsmodell ist. Kevin Kühnerts Beschreibung, wie Bundestagsreden nur noch für TikTok-Clips produziert werden, wird als erschreckendes Beispiel genannt.
Werden wir immer fauler?
Markus Lanz & Richard David Precht
Lanz und Precht diskutieren über die deutsche Arbeitsdebatte: Forderungen nach mehr Arbeitszeit von Merz, Söder und der Schraubenlegende Reinhold Würth. Sie hinterfragen, ob mehr Arbeitsstunden automatisch zu mehr Produktivität führen, und sprechen über den demografischen Wandel, das Mentalitäts-Mismatch zwischen Sinngesellschaft und wirtschaftlicher Realität. Am Ende widmen sie sich David Graebers Theorie der Bullshit Jobs und der Frage, ob das Bruttoinlandsprodukt der richtige Maßstab für Wohlstand ist.
Das Ende der Illusionen
Markus Lanz & Richard David Precht
Lanz und Precht diskutieren die SMS-Kommunikation zwischen NATO-Generalsekretär Mark Rutte und Donald Trump als Symbol für die Unterwürfigkeit europäischer Politiker. Dem gegenüber stellen sie die Davos-Rede des kanadischen Premiers Mark Carney, die sie als ehrlichste Rede bezeichnen, die je in Davos gehalten wurde. Sie analysieren Europas Abhängigkeit von den USA in Militär, Geheimdiensten und Technologie, zeigen aber auch Europas wirtschaftliche Druckmittel auf.
Oben oder Unten – wohin gehört wer in der Klassengesellschaft?
Markus Lanz & Richard David Precht
Ausgehend von einem Essay über Bürgerkriegsgefahren diskutieren Lanz und Precht die Rückkehr der Klassenfrage. Anlass ist das Buch 'Klasse' von Hanno Sauer, das soziale Signale, Statuskämpfe und die vier Klassen der Gesellschaft beschreibt. Precht kritisiert Sauers biologische Begründung über die Handicap-Theorie und erklärt anhand von Pfauen und Kampfläufern, warum Statustheorien aus dem Tierreich nicht auf Menschen übertragbar sind. Sie diskutieren auch die Erbschaftssteuer und das Ende des Aufstiegsversprechens.
Revolution – wann gelingt sie und wann nicht?
Markus Lanz & Richard David Precht
Lanz und Precht diskutieren über den Iran, die Bedingungen für erfolgreiche Revolutionen und die Rolle der Revolutionsgarden. Sie erörtern die fünf Bedingungen des Politikwissenschaftlers Jack Goldstone für erfolgreiche Revolutionen, ziehen Parallelen zur französischen Revolution und zum arabischen Frühling und diskutieren Hannah Arendts These, dass Revolution erst dann vollständig ist, wenn ein öffentlicher Raum der Freiheit entsteht. Auch das Lied 'Landesvaters Abendlied' von Dieter Süverkrüp wird thematisiert.
Venezuela, Grönland – die neue Zeit der Raubtiere
Markus Lanz & Richard David Precht
Lanz und Precht analysieren den US-Militäreinsatz in Venezuela und die Grönland-Ambitionen Trumps als Fortsetzung historischer US-Interventionspolitik. Precht ordnet die Ereignisse ein als Kontinuität von der Panama-Invasion 1989 bis heute, nur mit dem Unterschied, dass Trump offen über Ölinteressen spricht statt von Freiheit zu reden. Lanz schildert den Hintergrund der wirtschaftlichen Situation Venezuelas und die Frage, ob Europa im Völkerrecht klare Kante zeigen müsste.
Wintergespräch mit Florence Gaub
Markus Lanz & Richard David Precht & Florence Gaub
Markus Lanz und Richard David Precht sprechen im Wintergespräch mit der Zukunftsforscherin und NATO-Beraterin Florence Gaub über Zukunftsangst, Optimismus und die Frage, warum Menschen dazu neigen, die Vergangenheit zu verklären. Gaub erklärt die neurologische Tendenz, Negatives aus der Erinnerung zu löschen, und plädiert für einen realistischen, aber optimistischen Blick nach vorne. Die drei diskutieren historische Zukunftsängste der 50er, 80er und 90er Jahre und vergleichen sie mit heutigen Sorgen.