Über das Marionettentheater
Heinrich von Kleist (1810)
Kleist beschäftigt sich in diesem Essay mit der Anmut der Tänzer, die eng verknüpft ist mit dem Bewusstsein. Die Marionette wird zum Symbol der Eleganz: t"Er fragte mich, ob ich nicht, in der Tat, einige Bewegungen der Puppen (...) im Tanz sehr graziös gefunden hatte." Die Diskussionen, die der Aufsatz für Philosophie, Kunst und Kultur aufwirft, sind heute noch relevant.-
Erwähnungen (3)
„Da fällt mir der Kleist ein mit seinem Marionettentheater.“
Sabine verweist auf Kleists Essay über die Anmut der Marionetten im Zusammenhang mit der Frage, ob bewusste Haltung oder unbewusste Grazie authentischer ist.
„Wie beim Dornrauszieher bei Kleist. Du kennst die Geschichte natürlich, oder? Nee, ich hätte mich eher ans Marionettentheater von Kleist erinnert.“
Kleists Marionettentheater-Aufsatz wird als Analogie zum Flynn-Effekt herangezogen – Anmut verschwindet durch Selbstbeobachtung
„also wo sich der Jüngling selber beobachtet, wie er sieht so schön aus, wie er sich den Fuß anfasst, wie eine Skulptur.“
Weisbrod vergleicht Kleists Paradox der verschwindenden Anmut durch Selbstbeobachtung mit Randts Figuren, die trotz permanenter Selbstreflexion nicht in Nihilismus verfallen
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