Episoden

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Die sogenannte Gegenwart

Cancelt uns endlich!

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Ijoma Mangold und Lars Weisbrod streiten über Cancel Culture: Gibt es sie wirklich oder ist sie eine Gespensterdebatte? Mangold sieht eine reale Verödung der Debattenlandschaft, Weisbrod befürchtet, dass der Begriff selbst das Problem verschärft. Anhand der Fälle Lisa Eckhart, des Harper's-Briefs und der New-York-Times-Affäre um Tom Cotton diskutieren sie die Grenzen des Sagbaren.

Die sogenannte Gegenwart

Arbeit nervt!

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Nina Pauer und Lars Weisbrod diskutieren neue Vorstellungen von Arbeit anhand zweier Bücher: David Graebers Bullshit Jobs und Florian Wagners Rente mit 40. Sie fragen, warum wir trotz technischem Fortschritt noch so viel arbeiten, was die FIRE-Bewegung der Frugalisten verspricht und warum Millennials sinnvolle Arbeit statt Aufopferung suchen. Graeber, der kurz zuvor gestorben ist, wird als wichtiger Denker gewürdigt.

Die sogenannte Gegenwart

Warum Liebe endet

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Nina Pauer und Ijoma Mangold widmen sich dem Scheitern der Liebe in der Moderne. Anhand des Films Marriage Story, Sally Rooneys Roman Normale Menschen und Eva Illouz' soziologischem Werk Warum Liebe endet diskutieren sie, ob der Kapitalismus an der 'Kultur der Lieblosigkeit' schuld ist. Auch die Netflix-Serie Indian Matchmaking über eine indische Heiratsvermittlerin kommt zur Sprache.

Die sogenannte Gegenwart

Warum eine Krankenhausdoku die beste Serie des Jahres ist

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Nina Pauer und Lars Weisbrod schwärmen von der Netflix-Doku Lenox Hill, die Ärzte in einem New Yorker Krankenhaus begleitet. Sie diskutieren, warum die Faszination für Medizin und Hirn-OPs so gegenwärtig ist, was sinnvolle Arbeit ausmacht und wie die Doku die Spaltung Amerikas sichtbar macht. Auch die Krankenhausserie House und David Graebers Bullshit-Jobs-Konzept werden einbezogen.

Die sogenannte Gegenwart

Ist Kapitalismuskritik Kitsch

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Ijoma Mangold und Lars Weisbrod diskutieren über Kapitalismus und Klasse. Mangold argumentiert, dass die meiste Kapitalismuskritik in Wahrheit Kitsch sei, weil sie Entfremdungsphänomene mit dem Kapitalismus verwechsle. Weisbrod erzählt, wie Gangsta-Rap ihn vom falschen Postmaterialismus befreite. Anhand von Heinrich Bölls Fischer-Anekdote und einer Szene aus 4 Blocks streiten sie über das Wesen des Kapitalismus.

Die sogenannte Gegenwart

Anmut und Angeberei – die Renaissance der Kochshows

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Nina Pauer und Ijoma Mangold tauchen ein in das Universum der Netflix-Kochshows. Von Chef's Table über Street Food Asien bis zum YouTube-Phänomen Food Ranger analysieren sie, warum das Kochen zum Megatrend geworden ist. Mit Rückgriff auf Andreas Reckwitz' Singularitätstheorie und Michael Pollans Anthropologie des Kochens ergründen sie die soziologische Bedeutung dieser neuen Essenskultur.

Die sogenannte Gegenwart

Ist woke das neue narzisstisch

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

In der ersten Folge des ZEIT-Feuilleton-Podcasts diskutieren Ijoma Mangold und Lars Weisbrod den Roman 'Allegro Pastell' von Leif Randt. Sie fragen, ob die selbstreflexive Wokeness-Kultur der Millennials im Kern narzisstisch ist. Die Figuren des Romans leben in einer Welt ohne robuste Probleme, sind aber obsessive Selbstbeobachter. Die Diskussion streift Eckhart Tolle, Christian Kracht und die Frage, was Gegenwartsdiagnose in der Literatur leisten kann.

Unter Pfarrerstöchtern

Wie finden wir Trost

Sabine Rückert & Johanna Haberer

In dieser Ostersonderfolge verlassen die Pfarrerstöchter die biblische Chronologie und widmen sich dem Thema Trost in Zeiten der Corona-Pandemie. Sie besprechen den Psalm 23, die schlechten Hirten beim Propheten Ezechiel und Paul Gerhardts Kirchenlied 'Befiehl du deine Wege'. Rückert liest aus Tolstois 'Der Tod des Ivan Ilyich' und rezitiert Friedrich Rückerts Gedicht 'Ich bin der Welt abhanden gekommen'. Haberer trägt ein Gedicht von Marie Luise Kaschnitz vor.

Unter Pfarrerstöchtern

Der Krieg der Frauen

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Im dritten Teil der Abraham-Geschichte geht es um den Konflikt zwischen Sarah und ihrer Magd Hagar. Sarah schickt Abraham zu Hagar, um einen Sohn zu zeugen, doch als Hagar schwanger wird, eskaliert der Streit. Die Pfarrerstöchter vergleichen die Geschichte mit der TV-Serie 'The Handmaid's Tale' und dem Roman 'Moby Dick', dessen Erzähler Ismail heißt – wie Hagars Sohn, der Stammvater der arabischen Völker.

Unter Pfarrerstöchtern

Der Kampf der Könige

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Im zweiten Teil der Abraham-Geschichte besprechen die Pfarrerstöchter den Kampf der Könige im Tal Sidim, Abrahams Rettung seines Neffen Lot und die erneute Verheißung Gottes unter dem Sternenhimmel. Sie diskutieren, warum Abraham immer als alter Mann dargestellt wird, vergleichen ihn mit Odysseus und analysieren den berühmten Satz 'Abraham glaubte dem Herrn und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit' als theologischen Grundstein.